Die Zeit vor Weihnachten ist von Vorfreude und von Besinnlichkeit erfühlt, zumindest könnte es so sein. Dennoch ist es bei einigen von uns, nanu nicht ganz so.

Manche von uns sind schon seit November mit Geschenkekaufen beschäftigt und mit der Planung wie die Feiertage ablaufen werden, was wird gekocht und an welchen Tag welche Gäste kommen werden usw. Ab Dezember wird der Druck teilweise größer, die Wochen rasen nacheinander und es ist schnell der 24.Dezember. Persönlich habe ich als Kind häufig erlebt, dass bis Heiligabend alles blitzeblank geputzt wird. Es wurde gekocht, der Tannenbaum wurde geschmückt. Einiges musste vorher erledigt werden, somit blieb keine Zeit für die wesentlichen Dingen. Beispielsweise darüber nachzudenken, worum es eigentlich vor Weihnachten und an Weihnachten geht, unabhängig davon welcher religiöser Hintergrund wir haben. Nach meinem Model der Welt geht es darum, dass wir mit den Menschen, die uns nahestehen und uns wichtig sind Zeit zu verbringen, qualitativ hochwertige Zeit. Was uns im Alltag nicht immer möglich ist, da viele von uns unterschiedliche Abläufe, Strukturen haben und verschiedenen Aufgaben erledigen müssen oder weil die Familien öfters voneinander durch größere Entfernungen getrennt sind. Mehrmals ist mir passiert, dass Weihnachten schon vorbei war, und ich die Zeit nicht intensiv nutzen konnte, wie ich das ursprünglich vorhatte. Das hat mich immer wieder traurig gemacht, da ich das ganz anders vorhatte. Jedoch ist mir immer wieder das selber widerfahren. Erst wurde mir nach und nach klar, warum ist es so schwer meinen Plan, über ein besinnliches Weihnachten umzusetzen. Meine Herkunftsfamilie prägte mich sehr stark, meine Familie hatte anderen Prioritäten. Dies war der erste Schritt das zu erkennen, dennoch stand das Schwierigere noch aus, die Ursprungs Prägungen zu verändern. Zumal, auch wenn bestimmte Dingen in unserem Bewusstsein sind, fallen wir immer wieder, ohne es zu merken in unsere alten Gewohnheiten zurück. Das erfordert viel Geduld mit uns selbst, andererseits ist es ein Versuch wert. Unseren Prägungen sind fest eingefahren und wurden schon seit einigen Jahren festgefahren. Demzufolge braucht es seine Zeit, bis sich neue Gewohnheiten festigen können. Aus der eigenen Erfahrung kann ich berichten, es lohnt sich Geduld und Ausdauer zu haben, wodurch wir unsren alte Prägungen verändern können. Es ist sehr angenehm, entspannt und vor allem zu friedestellend, wenn wir es tatsächlich hinbekommen, uns Großteils auf das wesentliche zu konzentrieren. Mit unseren Lieben intensive Zeit zu verbringen und zwischendurch auch noch Zeit für Besinnlichkeit zu finden.